... Beide
besaßen ausführlich beschriebenen Welten und
natürlich eigenen Regeln.
Gerade
zu "DSA", dessen Verlag sich aus einem der Shops entwickelte, die die
ersten Rollenspiele nach Deutschland brachten, gibt es mittlerweile
zahlreiche Abenteuer, Zusatzregeln und Quellenbücher sowie
eigene
Romane und eine Erweiterung der ursprünglichen
Welt. ...
Wie
funktionieren Rollenspiele?
Eine Spielgruppe besteht aus einem Spielleiter und Gruppe von mehreren
Spielern. Letztere haben einen so genannten Charakterbogen, auf dem die
Eigenschaften und Fähigkeiten einer fiktiven Person unter
anderem in Form von Zahlen festgelegt sind (Bsp.: Die Intelligenz auf
einer Skala von 1-18, ebenso Geschicklichkeit, Stärke,
Schönheit und dergleichen mehr).
Je ausgearbeiteter ein solcher Charakter ist, umso einfacher ist es ihn
zu spielen.
Auf diese Weise hat man die Möglichkeit, ganz unterschiedliche
Rollen im Laufe der verschiedenen Spiele auszuprobieren - wie
verhält man sich als Ritter, als Schurke, als ein Muskelprotz,
ein ehrgeiziger Zauberer, ein dem Wald verbundener Elf, als Barbar, als
nach Schätzen suchender Zwerg oder - was sehr abenteuerlich
sein kann - als Frau, wenn man ein männlicher Spieler bzw. als
Mann, wenn man ein weiblicher Spieler ist.
Welche
Ausrüstungen braucht man dafür?
Ganz spartanisch gesagt:
Eigentlich fast keine, denn die Hauptzutat des Spiels ist Phantasie und
entweder hat man die immer bei sich oder man besitzt sie ohnehin nicht.
Trotzdem gibt es natürlich sehr viele Sachen, die man dazu
nehmen sollte oder könnte. Hier die Ausrüstung im
Einzelnen:
Regelwerke:
Sicherlich kann man selber simple Regeln für ein Rollenspiel
aufstellen und loslegen, aber es gibt eine Vielzahl von Publikationen,
die einem sämtliche Arbeit schon abgenommen haben.
Die Regelwerke enthalten auch die, für die Spieler
nötigen Charakterbögen, in die sie die Werte ihrer
Figuren eintragen.
Kriegerinnen sind geübter im Umgang mit Waffen, Heiler
können heilen und Tränke herstellen.....
Abenteuer
oder "Module":
Kein Spielleiter kann sich immer alle Geschichten, die die Spieler
erleben, selber ausdenken.
Man sollte also versuchen sich kleine Geschichten zu überlegen.
Fange klein an z.b. XY braucht neue Kräuter, und gibt jemandem
den Auftrag welche zu suchen.
In welchen
Welten spielt man?
Es gibt eigentlich keine "Welt", die nicht vom Rollenspiel entdeckt
wurde.
Vielfach spielen die Abenteuer in dem Bereich der Fantasie, der gerade
durch die "Herr der Ringe"-Filme auch einem Publikum vertraut ist, das
sonst nicht viel mit diesem Genre zu tun hat. Fantasy-Welten sind
geprägt durch eine mehr oder minder mittelalterliche Umgebung,
in der mystische Wesen wie Elfen, Zwerge, Feen, Drachen und Trolle ganz
normal existieren, auch wenn sie je nach Spielsystem sehr
unterschiedlich dargestellt werden.
Rollenspiel gilt vor allem in Fernseh- und Zeitungsberichten als sehr
suspekt.
Gerade die üblichen "Fachbegriffe" des Spiels wirken, aus dem
Zusammenhang genommen, befremdlich: der "Meister", der einem einen
"Auftrag" gibt, den man mit seiner "Magier" ausführt,
vielleicht noch mit Hilfe eines "Rituals", in dem ein "Dämon"
beschworen werden musste.
Eine weiterer gern angeführter Kritikpunkt ist die
Realitätsflucht, die Rollenspieler mit ihren langen
Spieletreffen, dem Erleben von Abenteuern aus "zweiter Hand" und der
Begeisterung für nicht existente Welten und Personen begehen.
Positive Kritik am Rollenspiel gibt es jedoch auch: kaum ein anderes
Spiel erfordert ein so hohes Maß an Kommunikation innerhalb
der Gruppe und verlangt viel Kooperation zwischen den Spielern und dem
Spielleiter, damit sich alle auf ein gemeinsames Vorgehen und eine
Darstellung der Situation einigen können.
Bedenkt beim Rollenspiel immer eins. Egal wo ihr spielt. Egal was ihr
spielt. Irgendwann kann es euch dazu bringen, echte Gefühle
für euren Gegenüber zu entwickeln. Trennt
RL und
SL
solange es euch möglich ist. Für Risiken und
Nebenwirkungen seid ihr selbst verantwortlich.
Kann ich das
überhaupt, das „Rollenspiel“?
- Bist du gerne mit anderen Menschen zusammen,
- macht es dir Spass, dich mit verschiedenen Persönlichkeiten
auseinanderzusetzen?
- macht es dir Spass dich in eine andere Rolle hineinversetzen?
- würdest du gerne eine andere Welt, eine andere Zeitepoche
kennen lernen?
Wenn du diese Fragen mit „Ja“ beantwortet hast,
dann kannst auch DU Rollenspiel betreiben!
Am Anfang entscheidest du dich für die Welt in der du spielen
willst (siehe auch die Beschreibungen der RP Welten)
Als nächstet suchst du dir einen passenden Charakter aus den
du dann für dich beschreibst.
Je ausgearbeiteter ein solcher Charakter ist, umso grösser ist
der Spielspass.
Auf diese Weise hat man die Möglichkeit, ganz unterschiedliche
Rollen im Laufe der verschiedenen Spiele auszuprobieren - wie
verhält man sich als Ritter, als Schurke, als ein dem Wald
verbundener Elf, als Barbar, usw.
Im Rahmen von Second Life (SL) werden die verschiedenen Rollen zu
Beginn vom Spielleiter (meist der Besitzer oder Mieter der
Landfläche) festgelegt. Als künftiger Teilnehmer des
RPs sucht man sich eine dieser Rollen aus, erarbeitet die Geschichte
seines Charakters und schickt – in vielen Fällen
– dem Spielleiter diese Informationen per
Notecard. Je
ausführlicher der Charakter hier beschrieben wurde, umso
einfacher ist es für den Spieler, sich in die Rolle
hineinzuleben.
Wie verhalte
ich mich im Rollenspiel korrekt (Do´s)?
- Zu Beginn unbedingt die Regeln durchlesen und akzeptieren.
Das sind zum einen die
SIM-Regeln und natürlich auch die
Regeln für das Rollenspiel. Diese Regeln sind immer bei
Betreten der RP-Welt erhältlich.
Was ist das
für eine Welt, in der ich spiele?
Wenn ihr wisst in welchem Rollenspiel ihr spielen wollt…
Gor, Vampire, Elfen, Amazonen, usw., dann solltet Ihr schon ein wenig
über die dortigen Gepflogenheiten wissen. Das erleichtert es
Euch, Eure eigene Geschichte zu definieren.
- Kein Charakter fällt aus den Wolken und ist
plötzlich da.
Ihr müsst die Geschichte nicht aufschreibe, aber wenigstens in
Gedanken solltet ihr skizziert haben wer oder was ihr seid.
Die Geschichte des armen Weisenkindes, dessen Eltern bei einem
Überfall getötet wurden und das seither durch die
Welt irrt, ist wohl die überstrapazierteste Geschichte in der
Welt des RP, ABER es ist immerhin eine Geschichte.
- Akzeptiere deine Rolle mit allen Stärken und
Schwächen.
- Benutze „Emotes.
Erst der Einsatz von Emotes macht das RP erlebbar. (siehe
auch den Punkt unter „Wichtige Begriffe des RP, kurz
erklärt“)
Was sollte
man tunlichst unterlassen (Dont´s)?
- „Woher kennst du meinen Namen Fremder?“
Obwohl man in SL den Namen des Gegenübers
über seinem Kopf schweben sieht:
Treffe ich eine Person im Rollenspiel zum ersten Mal, dann weiss ich
deren Namen einfach nicht. Also erfragt diesen Namen oder sprecht
denjenigen anders an (Sir, Lady… irgendwas… nur
nicht den Namen).
- Nötige dein Gegenüber nicht zu einer Handlung.
Beschreibe deine Handlung, aber nicht die des Gegners. Lass ihn selbst
darauf in seiner eigenen Weise reagieren (Siehe auch unter
„Wichtige Begriffe...“ und „Tipps
für den Einstieg“).
- God Mode.
Kein Charakter ist frei von Schwächen.
Dies können körperliche, wie auch charakterliche oder
psychische Schwächen sein. Sonst wird es für diene
Mitspieler sehr schnell langweilig werden, wer will sich schon mit
„Superman“ messen? (siehe auch unter
„Wichtige Begriffe innerhalb des RP, kurz
erklärt“)
- Einsatz von „elektronischen Hilfsmitteln.“
Radars, Minimap und Kamerazoom...Erst der totale Verzicht auf diese
illegalen Hilfsmittel bringt wirklich Nervenkitzel und Spannu und vor
allem mehr Spaß ins RP.
- Nur Gespräche, die in das Rollenspiel passen.
Auch ein Schauspieler bginnt nicht während dem Dreh seinem
Partner zu erzählen, was er letzte Woche erlebt hat...
Vermeidet alle Gespräche, die nicht zum Rollenspiel passen
(„OOC“ – siehe auch den Punkt unter
„Wichtige Begriffe des RP, kurz erklärt“)
Wichtige
Begriffe innerhalb des RP, kurz erklärt:
Force
RP
Einen anderen Charakter (
Avatar) zu einer Handlung nötigen ist
in etwa das schlimmste was man machen kann. Alles dass einen anderen
Character nachträglich beeinflusst sollte vorher per IM
abgeklärt werden (Verstümmelungen,...). Ein
RP spielt man miteinander, nicht gegeneinander.
Zwinge also niemanden zu etwas, sondern lass die Entscheidung dem
Opfer.
God Mode
Spielt man in einem RP einen Character, dann hat der ganz
sicher seine Stärken, ja. Aber noch viel sicherer (so sollte
es zumindest sein) hat er seine Schwächen.
Dies können körperliche, wie auch charakterliche oder
psychische Schwächen sein. Ein paar einfache Beispiele
(Blindheit, Teilblindheit, Verteidigungsschwäche auf einer
bestimmten Körperseite, eine Schwäche für
Alkohol… mit den damit verbundenen Folgen, usw.)
Aber auch der Einsatz von „elektronischen
Hilfsmitteln“ ist „God Mode“.
Radars, Minimap und Kamerazoom sind die wohl am häufigsten ge-
und missbrauchten Mittel. Wenn ich eine Stadt durchsuche, dann sollte
ich sie auch durchsuchen… und nicht auf der Minimap schauen
wo wohl mein Opfer ist. Erst der totale Verzicht auf diese illegalen
Hilfsmittel bringt wirklich Nervenkitzel und Spannung… und
vor allem mehr Spaß ins RP.
Emotes
Der Einsatz von Emotes macht das RP
„erlebbar“.
Unter „Emotes“ versteht man die Beschreibung einer
Handlung
Das macht ein RP erst richtig plastisch.
Man kann zum Beispiel seine „Bewegungen“ auf diese
Weise ausschmücken und interessant machen.
Zitat:
„XYZ balanciert die Tasse auf dem Tablett und geht langsam
und vorsichtig zurück ins Wohnzimmer. Tollpatschig wie sie ist
sieht sie den Schuh nicht, der vor ihr liegt und schlägt der
Länge nach hin.“
Tipps
für den Einstieg:
Akzeptiere
deine Rolle
Habe ich mir eine Rolle ausgesucht, dann sollte ich diese Rolle auch
akzeptieren.
Bin ich eine „Büroangestellte“ dann ist es
einfach unglaublich schwer zu vermitteln, warum ich mit Pistolen,
Gewehren, Messern und Schwertern unschlagbar bin. Macht Eure Rolle
schlüssig und spielt sie schlüssig.
Frauen sind schwächer als Männer, Nackte sind
anfälliger gegen Schaden als jemand in Rüstung.
Versuchen…
nicht „machen“
Im normalen RP wie auch im Kampf RP gilt die Devise
„Versuche etwas zu tun, mache es nicht“.
Also zu Deutsch: Wirkt sich meine Aktion irgendwie auf mein
Gegenüber aus, dann beschreibe ich meine Aktion, das
„Ergebnis“ der Aktion überlasse ich aber
meinem Gegenüber.
Schlage ich jemanden auf die Backe, der vor mir kniet… nun
da kann ich schon erwarten, dass der Schlag trifft.
Werfe ich zum Beispiel eine Tasse nach jemandem, weil sie frech war,
dann beschreibe ich den Wurf… den Aufprall der
Tasse… wo auch immer… überlasse ich dem
„Opfer“.
Emotes
Wichtig zu beachten bei Emotes - benutzt die 3. Person wenn ihr emotet.
Das „/me“ wird immer durch euren Namen ersetzt,
deshalb ist es empfehlenswert, wenn ihr dann in der dritten Person
weiter schreibt.
Zitat:
„XYZ holt mit der Peitsche aus und…“
Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn der Gegenüber
plötzlich in die erste Person (Ich-Form) verfällt.
Zitat:
XYZ ich schlage dich mit der Peitsche.
Auch bei Emotes ist unbedingt darauf zu achten NICHT für einen
anderen zu emoten.
Zitat:
„XYZ gibt XY einen Kuss und spürt wie sie sich vor
Erregung und Lust kaum noch halten kann, weil XY sie über
alles liebt und verehrt und für sie in den Tod gehen
würde.“
Bitte nicht. Überlasst die Reaktion eurem Spielpartner. Dieser
weiss selbst am besten wie er sich fühlt.
Gedanken
Man kann Gedanken natürlich aufschreiben („/me
denkt, dass...“), doch darauf kann der Gegenüber
nicht reagieren, da er ja keine Gedanken lesen kann. Besser ist es,
Emotionen zu emoten, denn diese bemerkt der Gegenüber sehr
wohl („/me läuft rot an vor Zorn“)
Perfekt ist
langweilig
Baut Fehler in Euer RP ein. Niemand geht durchs Leben und
meistert es ohne Pannen und Fehler. Lasst das Schwert fallen, zerbrecht
Porzellan, stolpert, stoßt Euch das Knie… es sind
die „Kleinigkeiten“ die den Mitspieler zum
schmunzeln bringen.
Rock-Regel:
Wenn ihr schreibt, denkt an die Rock-Regel.
Lang genug um das wichtigste abzudecken, aber kurz genug um noch
interessant zu sein.
Erschlagt Eure Mitspieler nicht mit Romanen von epischen
Ausmaßen, aber gebt ihnen bitte ein paar Details.
Antworten
lassen:
Roleplay ist kein Schnellschreibwettbewerb und kein Wettrennen.
Versucht aufeinander zu warten und gemeinsam ins Ziel zu kommen.
OOC:
Versucht möglichst auf OOC („Out Of
Character“) Gespräche zu verzichten. Damit sind
Dialoge gemeint, die nichts mit dem Rollenspiel zu tun haben.
Sind sie dennoch nötig und für alle Leute relevant,
dann schreibt OOC Text besonders gekennzeichnet, zB in Doppelklammern
((Blah blah blah)).
Ist es nicht für alle Mitspieler wichtig, dann benutzt IMs.
Es wird natürlich keiner etwas dagegen haben wenn man sich
untereinander abspricht und zu zweit oder dritt ist.
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Danke an
Janina Auer für diese Ausführungen.