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Second Life News - Latest News
Geschrieben von Wind   
Wednesday, 17. September 2008
Und wieder einmal sitze ich in der Bücherstube und schreibe, wie es mir weiter ergangen ist.
In der Stadt Talbot werden von Lady Saba Schulungen angeboten, bei denen es um das Grundwissen über das Leben in Gor geht. Man kann dort etwas über die richtige Kleidung, über das Grüßen und die Nahrungsmittel von Gor erfahren, und vom Heimstein. ...
Gor in Second Life
Den Begriff Heimstein zu definieren ist eine schwierige, wenn nicht gar unmögliche Aufgabe.
Goreaner betrachten ihre Städte fast wie lebendige Wesen. Sie sehen ihre Stadt als Einheit mit einer Geschichte, Tradition, Erbe, Bräuchen, Riten, Charakter und Hoffnungen. „Aus“ einer Stadt zu sein, vermittelt ein Gefühl von Unsterblichkeit, auch wenn Goreaner wissen, dass selbst eine Stadt zerstört werden kann. Diese Liebe zu ihrer Stadt wird dem Heimstein zu Teil, der in vieler Hinsicht die wahre Seele einer Stadt ist. Der Heimstein ist ein wichtiges Symbol von Souveränität und Territorium. Selbst der Ausdruck „Gor“ bedeutet Heimstein in allen Sprachen des Planeten Gor. Ein Heimstein ist ein echter Stein und kann verschiedene Formen, Größen und Farben besitzen und aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Es gibt keine Vorschriften dafür und ein Heimstein kann auch ein ganz einfacher Felsbrocken sein. Ein Heimstein kann auch ein kompliziert geschnittener Stein sein, wertvoll, während andere nur einen einfachen Buchstaben tragen, meist den Anfangsbuchstaben der Stadt.

Gor in Second Life



Gor in Second Life

Weil in dieser Welt ein Kastensystem herrscht, ist es wichtig, dass sich jeder seiner Kaste entsprechend kleidet. Da gibt es die Obrigkeit der Stadt, insbesondere den Ubar, den man wie eine Art Bürgermeister von hohem Rang ansehen kann. Dann gibt es die Freien Frauen, die alles machen dürfen, sich aber zum Schutz und als Zeichen ihrer Würde kleidungsmäßig bedeckt halten. Freie Frauen von hohem Rang tragen dazu einen Gesichtsschleier und Frauen von niederem Rang, wie ich, die Töpferin, brauchen das nicht unbedingt in Talbot – wohl aber, wenn sie auf Reisen gehen. Dann gilt das Gesetz des jeweiligen Gebietes. Die Sklavinnen und Sklaven tragen sehr einfache Kleidung oder Silks. Die Sklaven grüßen zuerst, nachdem sie die Erlaubnis ihres Herrn oder ihrer Herrin erhalten haben. Der ranghöchste Anwesende wird zuerst gegrüßt, aber meist nicht mit seinem Namen sondern mit seinem Amt.
So heißt es in Talbot dann: Tal Ubar! Tal Lady! Es sei denn, sie sind einem persönlich vorgestellt worden und man kennt sich.

Gor in Second Life

Da es in der Stadt dieser Tage sehr ruhig war, und genug Töpfe vorrätig, beschloss ich, die Nachbarstadt zu besuchen. Ich erkundigte mich nach deren Kleidungsvorschriften und legte einen Gesichtsschleier an. Am Stadttor angekommen, bat ich die wachhabende Kriegerin höflich um Einlass und wanderte dann durch die Straßen, an verschiedenen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden vorbei. Alles war sehr komfortabel eingerichtet und es gab schöne Gasträume in denen Erfrischungen und Stärkung für die Gäste bereitgestellt waren. Ich ruhte mich in einem dieser prächtig eingerichteten Räume von der Reise aus und trank einen heißen black wine, was so etwas wie Kaffee ist. Mein blick wanderte über die Theke, die voller Getränke war: Da gab es Paga, eine Art Whiskey, ka-la-na, eine Art trockener Rotwein, von dem es heißt, er habe auf Frauen die Wirkung eines Aphrodisiacums, und natürlich die traditionellen Getränke wie Meet, der aus fermentiertem Honig gemacht wird und ale, eine Art Bier – nur um einige zu nennen, die dort standen.

Gor in Second Life



Gor in Second Life

Gor in Second Life

Nachdem ich ausgeruht hatte, wanderte ich weiter durch diese Stadt, die eher einer Festung glich, denn sie war von einer hohen Mauer umschlossen, und gelangte in die Bibliothek. Ich nahm mir ein Buch und ließ mich auf einem Divan nieder, um zu lesen. Kaum aber hatte ich eine Seite gelesen, hörte ich die Schreie einer Frau und die brüllenden Befehle eines Mannes. Hochgeschreckt ging ich vorsichtig hinaus, um zu sehen, was da los war. Vorsichtig näherte ich mich dem Nachbargebäude, aus dem der Lärm kam, denn ich war ja nur Gast hier. Nur einen kleinen Blick konnte ich werfen, bevor die schweren Tore geschlossen wurden, aber er war lang genug, um zu erkennen, dass eine Sklavin von einem Krieger eingefangen worden war und nun zur Strafe ausgepeitscht werden sollte. Erschrocken eilte ich nun aus dieser Stadt zu meinem Boot am Ufer zurück. Auf halbem Wege wurde ich von einem Pfeil gestreift, und ich konnte nicht ausfindig machen, woher er kam. Aber das bewirkte, dass ich nun sehr schnell zu meinem Boot rannte und auf dem Wasser das Weite suchte. Der Arm blutete, aber die Wunde war zum Glück nicht groß. Ich riss ein Stück Stoff vom Rocksaum meines Kleides ab und umwickelte meinen Arm damit. Als ich an einem großen Schiff vorbeifuhr, winkte man mir. Als die Seeleute erfuhren, dass ich verwundet sei, boten sie mir an, mir zu helfen und mich nach Hause zu bringen. Vertrauensselig, wie ich war, ahnte ich nichts Böses und ging an Bord. Das aber sollte kein gutes Ende nehmen… aber davon mehr beim nächsten Mal.
Für heute sage ich: Be well!

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Letzte Aktualisierung ( Friday, 19. September 2008 )
 
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