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Emilie schreibt ... - Heute: Liebe in Second Life, Teil 7/4 |
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Geschrieben von Emilie Ceawlin
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Tuesday, 12. August 2008 |
Am
nächsten Tag schaute ich nochmals, eher hoffnungslos, in mein
Postfach und was sah ich da? Absender Pan, mein Herz schlug gleich
wieder schneller “Ja, komm vorbei, ich würd mich
sehr freuen. Ich werde Dir eine Karte hinterlegn.”
Wow
… meine Gedanken kreisten, wo zum Henker liegt Kleve, was
zieh ich an ….. Die Zeit war schon knapp,
hätte ich mal früher in mein Postfach geschaut. Nun
gut, jetzt musste ich alles systematisch planen. Zuerst mal unter die
Dusche, die Route planen und den Kleiderschrank von vorn nach hinten
zerwühlen. ...
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Ich kam
pünktlich an, nun stand ich am Eingang. Als ich der Dame an
der Kasse mitteilte, dass für mich eine Karte hinterlegt
wurde, teilte sie mir mit, dass ich auf der Gästeliste stehe,
somit ja eine Freundin des Künstlers bin und
natürlich so Platz nehmen könnte. Weiha, ich kam mir
vor wie Frau von Welt und stolzierte in den Saal. Iiiih, Tische, was
ist das denn für ein Mist? Vorne saß ein
älteres Pärchen an einem Tisch, nachdem ich fragte,
ob hier noch ein Platz frei ist, war es auch schon wieder vorbei mit
“Frau von Welt”, ich war wieder so nervös,
dass ich fast alle Getränke vom Tisch schupste, als ich mich
hin setzte. Da
es noch nicht soweit war und ich mir ja nun schon einen guten Platz
gesichert hatte, ging ich erst mal an die Bar und bestellte mir ein
Bier. Ich sortierte meine Gedanken , legte mir einige nette
Sprüche zurecht und nahm mir fest vor, mich endlich mal normal
zu benehmen, wenn ich ihn wieder traf, so wie bisher konnte das ja
nicht weiter gehen. Plötzlich stand Pan vor mir, mein Herz
rutschte wieder im Eiltempo in die Hose und wieder war ich der
deutschen Sprache nicht mächtig. Das konnte doch wohl nicht
wahr sein! Ich hatte gar keine Gelegenheit mich zu sammeln, da musste
er schon wieder weg, weil die Show gleich los ging. Diese war wie immer
fantastisch, auch wenn ich schon fast mitreden konnte. Ich freute mich
auf meine Lieblingsszenen und meine Augen müssen wieder
gefunkelt haben, wenn ich “meinen” Pan anschaute.
Doch viel mehr fieberte ich dem “Danach” entgegen.
Doch es war immer das Gleiche, als wir wieder an der Bar standen, hatte
ich wieder diese riesige Luftblase in meinem Hirn und bekam kein
normales Wort heraus. Des weiteren wurden wir auch immer wieder
gestört, einer beschwerte sich immer, weil eine DVD nicht
funktionierte, der Wirt an der Theke hielt einen Vortrag über
guten Wein und zu guter Letzt nervte noch einer, der ein Autogramm
wollte. Ich hätte sie alle in der Luft zerfetze
können, sahen die alle nicht, dass ich hier mit
“meinem” Pan stand und mit ihm allein sein wollte?
Apropo Autogramm, wieso hatte ich eigentlich noch kein Autogramm von
Pan? *lach* Als ich ihm das mitteilte, meinte er nur: “Gib
mir doch lieber ein Autogramm von Dir!” Durch einen
Geistesblitz bekam ich endlich mal einen gescheiten Satz zusammen und
fragte ihn mit einem frechen Lächeln, wo er es denn hin haben
möchte. Endlich war es so, dass unsere Begegnung
hätte lockerer werden können, da war es auch schon
wieder vorbei, er musste schon wieder los und seine Sachen zusammen
packen. Dieses Treffen liegt nun auch schon wieder
fast zwei Monate zurück. Seither schruben wir uns
öfter, mit dem Resultat, dass ich jetzt auch Saxophon spielen
lernen möchte. Begeistert war ich schon immer von diesem
Instrument und er versetzte mir den nötigen Tritt, schickte
mir ein Sax, dass ich bis zum Herbst geliehen haben kann und sagte nur:
“Los, lern”. Zwischenzeitlich war er auch mal
wieder in SL, doch war es nicht mehr das, was es mal war. Mittlerweile
wird mir immer bewusster, dass für mich kein Platz in seinem
Leben ist. Er kämpft um seine Ehe, die seither einen dicken
Knacks erlitten hat und ich habe mein Leben, das ich, so schwer es auch
fällt, ohne ihn planen muss. Er sieht nur schwarz oder
weiß, Familie oder mich, das grau schließt er aus.
Ich wäre bereit gewesen zu dem Grau, doch hätte mich
das auf Dauer glücklich gemacht? Sicher, man hätte
die Chance gehabt, sich besser kennen zu lernen, doch irgendwann
hätte ich mehr gewollt und wäre er dazu je bereit? Ich
bemühe mich Abstand zu gewinnen und mich auf andere Dinge zu
konzentrieren, was mir ab und zu sogar schon ganz gut gelingt. Doch
letztens fand eine Party auf dem Bikersim statt und der DJ
kündigte ein Lied mit den Worten an: “Und hier ein
Lied, dass sich Pan mal für Emilie gewünscht
hatte!” Ich traute meinen Ohren kaum, Pan hatte sich ein Lied
für mich gewünscht? Als ich es hörte, warf
es mich wieder knallhart zurück, der Titel war
“Beautiful Emilie”, ich wusste nicht, dass Pan sich
das je gewünscht hatte und wer sich so etwas wünscht,
muss doch wirklich verliebt gewesen sein, oder? Aber seit er sich
dieses gewünscht hatte, war viel passiert und ich muss meinen
eigenen Weg finden, ohne ihn… Vielleicht bleibt er mir als
Freund erhalten, vielleicht trennen sich unsere Wege einmal komplett,
wir werden sehen…..
Liebe in SL? Ja, ich
hatte sie.
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Letzte Aktualisierung ( Tuesday, 12. August 2008 )
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